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Wie ich Immobilien fotografiere

Heute gebe ich das Szepter mal wieder aus der Hand, denn es gibt einen Gastbeitrag darüber wie ich Immobilien fotografiere. Ich hoffe du kannst einiges an Input daraus entnehmen. Ich ist in diesem Fall Christian von ImmoFoto Leipzig. Deshalb übergebe ich auch gleich nach einer kurzen Einleitung das Wort an Ihn.

Wer mal die eigenen vier Wände fotografiert hat, kennt das Problem: Die Fenster sind überbelichtet, der Innenraum zu dunkel. Immobilienfotografen nutzen verschiedene Techniken, um mit den schwierigen Lichtsituationen umzugehen. Wie Christian von ImmoFoto Leipzig dabei vorgeht, zeigt er in diesem Gastbeitrag.

Ich bin Christian aus Leipzig und fotografiere seit drei Jahren Immobilien. Auf die Idee kam ich, als ich selbst auf Wohnungssuche war. Bei vielen Bildern dachte ich: Das kannst du besser. Davor war ich schon lange in der Landschaftsfotografie unterwegs. Meine Kunden sind hauptsächlich Makler und Eigentümer.“

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Immobilien zu fotografieren. Ich habe meine Technik so entwickelt, dass ich gute Ergebnisse erziele und schnell bin. Denn vor Ort hat man oft wenig Zeit, wenn der Makler oder Eigentümer wartet. Umso wichtiger ist es, sich auf ein Shooting sorgfältig vorzubereiten. Ich habe z. B. eine Packliste mit allen Dingen, die ich mitnehme, lade die Akkus auf und checke die Kameraeinstellungen.

Equipment

Grundsätzlich kann man auch mit einem Handy ansprechende Aufnahmen machen. Mit einer Kamera mit großem Sensor hat man aber größere Reserven in der Nachbearbeitung. Ich benutze deshalb eine Vollformatkamera, ein Weitwinkel-Objektiv und ein schweres Stativ. Das Stativ ist das Wichtigste. Nur so kann ich Belichtungsreihen machen (dazu unten mehr). Außerdem kann man mit einem Stativ länger belichten, ohne dass es zu Verwacklungen oder Bildrauschen kommt. Und schließlich ist das Stativ wichtig, um die Kamera gerade ausrichten zu können.

Fotografieren vor Ort

Bevor ich eine Wohnung oder ein Haus fotografiere, laufe ich erstmal durch die Räume, um ein Gefühl für das Objekt zu bekommen: Gibt es besondere Details? Wie ist das Licht? Was sind interessante Perspektiven? Bieten die Fenster eine schöne Aussicht? Dann mache ich alle Lichter an, um eine wohnliche Atmosphäre zu schaffen. Bei möblierten Immobilien bitte ich den Kunden vorab, aufzuräumen und sauber zu machen.

Wenn alles passt, kommt die Kamera aufs Stativ. Ich nutze den manuellen Modus, um Blende 8 und eine passende Belichtungszeit einstellen zu können. Dabei schaue ich auf das Histogramm und nicht auf das, was die Kamera als Belichtungszeit vorschlägt. Denn die versucht, Fenster und Innenraum in einem Bild korrekt zu belichten. Das kann aber nicht funktionieren, weil der Helligkeitsunterschied in der Regel viel zu groß ist.

Hier kommt die Belichtungsreihe ins Spiel, bei der man mehrere unterschiedlich belichtete Aufnahmen von einem Motiv macht. In diesem Fall sind das mehrere Aufnahmen für den Innenraum und eine für die Fenster. Bei einer Innenaufnahme sollte der „Berg“ im Histogramm rechts von der Mitte sein, bei den anderen links (dunkler) und rechts (heller) davon. Bei der Fensteraufnahme achte ich darauf, dass die Sicht nach draußen in der Kameravorschau realistisch aussieht. Der Innenraum ist dann schwarz – aber das macht nichts, da ich von diesem Bild ja nur den Durchblick der Fenster benötige.

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Bildbearbeitung

In der Bildbearbeitung werden die Dateien miteinander kombiniert. Ich verwende dafür die Programme Capture One und Affinity Photo. Mit Capture One entwickele ich die RAW-Dateien. Hier kann man Presets anlegen, um bestimmte Anpassungen nicht immer manuell vornehmen zu müssen. Wichtig ist vor allem, dass Perspektivkorrekturen und Anpassungen des Weißabgleichs bei allen Aufnahmen einer Belichtungsreihe identisch sind. Sonst gibt es Probleme beim Kombinieren der Aufnahmen.

Und das ist auch der letzte Schritt: Die von Capture One exportierten Dateien importiere ich in Affinity Photo und lege sie als Ebenen übereinander. Mit Ebenenmasken kann ich nun bestimmte Bereiche in die korrekt belichtete Innenaufnahme einblenden. Wenn beispielsweise das Licht auf dem Boden zu hell ist, blende ich dort mit dem Pinsel die Ebene einer dunkleren Aufnahme ein. Umgekehrt kann man dunkle Ecken aufhellen, indem man an der Stelle eine hellere Aufnahme einblendet. Die Fensteraufnahme bringe ich nur dort zum Vorschein, wo man nach draußen blickt. Das Ergebnis sind authentische Fotos ohne HDR-Look.

Lohnt sich der Aufwand?

Man kann auch mit weniger Aufwand Immobilienaufnahmen machen, wenn man sich mit weniger zufrieden gibt. Ich würde aber immer empfehlen, beim Verkauf von Immobilien nicht bei der Präsentation zu sparen. Denn es geht ja nicht nur darum, das jeweilige Objekt schneller oder zu einem besseren Preis zu verkaufen. Ein professionelles Portfolio erhöht auch den eigenen Marktwert als Makler/in.

So das wars auch schon wieder, vielen Dank an Christian für seinen Gastbeitrag.Nun weiß ich wie ich eine Wohnung professionel fotografiere. Wie Eingangs bereits erwähnt hoffe ich du hast einiges an Input aus diesem Beitrag rausnehmen können. Gerade heutzutage sieht man immer wieder mangelhafte Aufnahmen manchmal auch keinerlei Bilder in Exposés. Diese sind auch sehr oft von Maklern angeboten. Ich selbst merke das immer wieder. Wenn man dann ein Exposé mit guten Bildern findet in denen man die Räume gut sehen kann, bin ich darüber sehr froh. Für mich wirkt es gleich wesentlich interessanter. Gute Bilder erhöhen die Verkaufswahrscheinlichkeit enorm. Gerade wenn wir uns in Preisklassen bewegen die Immobilien kosten machen die paar Euros für professionelle Bilder, wirklich keinen großen Unterschied was den Gewinn nach dem Verkauf an geht.

Übrigens den letzten Gastbeitrag hat Harald geschrieben, er zeigt die wie ein professioneller Investment Manager investiert.

Vielen Dank fürs Lesen meines Blogs, das motiviert mich weitere Artikel zu verfassen. Mir macht es sehr viel Spaß dir mit meinen Beiträgen dabei zu helfen dem Hamsterrad zu entkommen, ein selbstbestimmtes Leben zu führen und mit Ruhe und Gelassenheit deiner (Früh-)Rente entgegen zu sehen. Solltest du Fragen, Wünsche, Anregungen oder Kritik haben kannst du gerne die Kommentarfunktion nutzen oder mir direkt eine Nachricht senden.

Beste Grüße, dein Immobeginner Timo.

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