10. September 2020
Money on the Bank

Notfallkonto – Dein Schutz vor unerwarteten Kosten

Das Notfallkonto ist wie der Name schon sagt für Notfälle oder außerplanmäßige Ausgaben gedacht. Doch wofür benötigt man ein Notfallkonto? Warum ist es sinnvoll, auch eines zu haben, wenn man keine Immobilien hat? Wie viel Geld sollte in diesem Notfallkonto vorhanden sein? Und wie lege ich es am besten an. Ich werde im heutigen Beitrag darauf eingehen.

Zweck des Notfallkontos

Ein Notfallkonto hat den Zweck dich vor unvorhersehbaren Kosten zu schützen. Wir alle kennen das plötzlich geht die Waschmaschine kaputt oder das Auto muss in die Werkstatt. Die Rechnung lautet schnell auf mehreren hundert Euro. Die meisten können solche Beträge nicht einfach aus dem Ärmel schütteln. Deshalb solltest du dir ein Notfallkonto anlegen. Mit einem satten Polster kannst du kleinere und größere Ausgaben abfedern, ohne dir Geld zu leihen.

Das Konto

Konto

Da das Notfallkonto als reine Absicherung dient, ist es wichtig das du jeder Zeit Zugriff darauf hast. Zinsen sind hier irrelevant, da es deiner Absicherung dient. Ich empfehle dir deshalb ein Tagesgeldkonto bei deiner Hausbank einzurichten, um die tägliche Verfügbarkeit zu gewährleisten. Wie schon gesagt sind Zinsen nichts worauf du dabei sehen solltest, es sollte aber auch vermieden werden Kontoführungsgebühren zu zahlen. Deshalb macht ein kostenloses Tagesgeldkonto als Notfallkonto durchaus Sinn. Solltest du dazu neigen das Geld auch zu verwenden, wenn kein Notfall besteht. Etwa für einen Urlaub, dann macht es auch Sinn dein Notfallkonto physisch von deinem Girokonto zu trennen.

Notfallkonto, nicht nur für Immobilieninvestoren sinnvoll!

Natürlich macht es als Immobilieninvestor Sinn, ein Notfallkonto zu haben. Denn zu Beginn deiner Investoren Karriere, sind deine Instandhaltungsrücklagen im Normalfall sehr gering. Diese bauen sich nämlich erst mit der Zeit auf. Benötigst du dann aber schon recht früh Geld für Reparaturen, kannst du dein Notfallkonto dafür verwenden. Zusätzlich kann dein Notfallkonto aber auch privat genutzt werden. Möchtest du es für beide Zwecke nutzen sollte es aber in seinem Umfang auch dafür angepasst sein. Darüber hinaus macht es auch Sinn sich als Eigenheimbesitzer oder ganz ohne eine Immobilie zu besitzen. Auch Eigenheimbesitzer bleiben nicht von Reparaturen und Instandhaltungen verschont, viele verzichten dennoch auf ein Rücklagenkonto für Ihre Immobilie. Ganz von Immobilien abgesehen, sollte jeder ein solches Notfallkonto besitzen, um sich gegen Unwägbarkeiten abzusichern, davor ist niemand sicher.

Wie viel Geld solltest du auf der Seite haben

Wie viel

Die Höhe des Geldbetrages auf deinem Notfallkonto hangt von dir ab, ab welchem Betrag fühlst du dich sicher? Die gängige Empfehlung liegt jedoch drei bis sechs Monatsgehälter, die du auf deinem Notfallkonto haben solltest. Du kannst für dich selbst, auch einen fixen Betrag festlegen. Ich habe das ebenfalls so gehandhabt. Wenn du die Höhe des Betrages definierst, den du als Sicherheit hinterlegen möchtest, solltest du dir folgende Fragen stellen.

  • Wie viel Geld benötige ich, um bei dreimonatiger Arbeitslosigkeit über die Runden zu kommen?
  • Muss ich nur mich versorgen oder auch meine Familie?
  • Habe ich ein altes Auto, oder eine Heizungsanlage, die in die Jahre gekommen ist?
  • Ab welchem Betrag fühle ich mich sicher?
  • Für was soll das Notfallkonto alles verwendet werden? Arbeitslosigkeit? Reparaturen? Medizinische Notfälle? Ausgleich des Girokontos? Etc.

Anhand der Fragen und eventuell weiteren für dich relevanten, legst du deine Sparsumme fest. Diese überweist du am besten automatisch per Dauerauftrag auf dein Notfallkonto. Spare so lange darauf ein, bis dein Sicherheitsbetrag erreicht ist, danach kannst du die Einzahlungen stoppen.

Entnahme aus dem Notfallkonto

Du solltest wirklich nur dann, Geld aus dem Notfallkonto entnehmen, wenn wirklich auch ein Notfall vorliegt. Ansonsten kann es schnell zur Gewohnheit werden was zum einen für den Aufbau schädlich ist, zum anderen hast du dann eventuell nicht genügend Geld in einem wirklichen Notfall vorhanden. Essenziell ist es auch, nach jeder Entnahme deinen Dauerauftrag wieder zu aktivieren. Solltest du das nicht tun wird dein Puffer mit der Zeit immer geringer bis er komplett aufgebraucht ist.

Fazit

Wie du siehst macht ein Notfallkonto in jeder Lebenslage und für jeden Sinn. Es gibt Sicherheit. Zu beachten ist dabei, die Reserven von seinem Girokonto zu trennen, hierzu eignet sich am besten ein Tagesgeldkonto. Denn Tagesgeldkonten bieten eine schnelle Verfügbarkeit des Geldes. Wie viel Geld du auf deinem Notfallkonto für schlechte Zeiten hinterlegst, hängt von deinem Sicherheitsgefühl ab. Denke aber auch daran, dein Konto nach jeder Entnahme wieder sukzessive aufzufüllen, bis der gewünschte Betrag wieder erreicht ist. Ansonsten kann es passieren, dass dein Konto irgendwann leer ist. Zum Schluss noch der Appel, dein Notfallkonto wirklich auch nur in Notfällen zu nutzen. Es kann sonst passieren das du es ohne Not nutzt, wenn du es aber benötigst nicht mehr genug Geld darauf vorhanden ist. Mir persönlich gibt es ein richtig gutes Gefühl zu wissen immer etwas „Money on the Bank“ zu haben auf das ich immer zugreifen kann, komme was wolle.

Vielen Dank fürs Lesen meines Blogs, das motiviert mich weitere Artikel zu verfassen. Mir macht es sehr viel Spaß dir mit meinen Beiträgen dabei zu helfen dem Hamsterrad zu entkommen, ein selbstbestimmtes Leben zu führen und mit Ruhe und Gelassenheit deiner (Früh-)Rente entgegen zu sehen. Solltest du Fragen, Wünsche, Anregungen oder Kritik haben kannst du gerne die Kommentarfunktion nutzen oder mir direkt eine Nachricht senden.

Beste Grüße, dein Immobeginner Timo.

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