10. September 2020
Haushaltsbuch

Haushaltsbuch – Der Ausgabentracker

Fragst du dich ständig warum am Ende des Geldes noch immer so viel Monat übrig ist? Hast du das Gefühl dein Geld verschwindet einfach und du kommst, selbst wenn du Bonuszahlungen erhalten hast, nur Null auf Null raus am Monatsende? Ein Haushaltsbuch wird dir dabei helfen, das am Ende des Monats immer noch Geld vorhanden ist. Als Bonus Zeige ich dir noch, wie du mit einem einfachen Trick unnötige ausgaben entlarven kannst und welches die drei großen Geldfresser sind.

In diesem Artikel findest du Teil zwei der Miniserie Finanzielle Intelligenz, solltest du den ersten Artikel verpasst haben findest du ihn hier. Diese Beiträge sind eine Unterserie zur Immobilienkauf von A – Z Reihe.

Warum ein Haushaltsbuch führen?

Damit du weißt wo dein ganzes Geld jeden Monat landet, lohnt es sich ein Haushaltsbuch zu führen. Hier trägst du all deine Einnahmen, sowie die fixen und variablen ausgaben ein. Dies solltest du mindesten für drei Monate tun, um deine Geldfresser zu ermitteln. Gut ist es natürlich, wenn du es auch nach dem du die kleinen schwarzen Löcher in deinem Geldbeutel herauskristallisieren konntest, das Haushaltsbuch dennoch weiterführst. Du hast es ja schon drin deine Ausgaben regelmäßig zu tracken und vor einen großen Aufwand stellt es dich auch nicht.

Es reicht vollkommen aus, die Belege über eine Woche sammelt und sie dann gesamtheitlich einträgt. Bei mir hat es ebenfalls dazu geführt über jede Ausgabe nachzudenken und somit weniger unnötige Ausgaben zu tätigen. Mit diesem einfachen Tool kannst du dir schön aufzeigen wohin dein Geld fließt und kannst die Ausgaben auch Kategorien. Das hilft dir dabei dir Budgets für die einzelnen Ausgabenkategorien zu setzen. Welche Möglichkeiten es gibt, um ein Haushaltsbuch zu führen werde ich dir nachfolgend zeigen.

Haushaltsbuch Excel

Ich selbst nutze gerne ein Excel Haushaltsbuch, das liegt einfach daran das ich gerne Excel benutze und mir dort selbst Tools bastle. Hier siehst du die Blanco Version meines selbst erstellten Haushaltsbuch. Ich zeige dir kurz auf wie es aufgebaut ist. Natürlich gibt es auch genügend andere Excel basierte Haushaltsbücher, diese findest du einfach über die Google Suche.

Ganz oben kannst du deine Budgets eintragen die du für die unterschiedlichen Kategorien (Auto, Konsum, Bildung, Freizeit, Urlaub und Sonstiges) festlegst. Direkt darunter wird graphisch dargestellt wie es mit der Einhaltung deiner Limits steht, hier wird allerdings nicht jeder Monat einzeln betrachtet, sondern ein Jahresdurchschnitt berechnet. Weiter unten bist du dann im Finanzcockpit angelangt. Hier siehst du links wie deine Überschüsse jeden Monat mehr werden, oder wie Fehlbeträge von Ihnen abgezogen werden. Rechts werden deine Ausgaben je nach Kategorie in einem Kuchendiagramm abgebildet, so siehst du auf einen Blick wo du die höchsten Ausgabepositionen hast. Im Unteren Bereich kannst du dann deine Einnahmen und Ausgaben eintragen. Diese werden dann zusammengezählt und in den Diagrammen oben dargestellt. Zu guter Letzt wird dir in der untersten Spalte noch deine monatliche Sparquote angezeigt.

Solltest du Fragen oder Anregungen zu meinem Haushaltsbuch haben kannst du dich gerne an mich wenden. Falls du es selbst nutzen möchtest kannst du es dir gerne kostenlos hier herunterladen.

Haushaltsbuch App

In der heutigen Zeit gibt es den Ausgabentracker natürlich auch als Handy App. Der Vorteil hier ist du hast deinen Ausgabenmanager immer bei dir und kannst direkt alles eintragen oder ablesen. Ich habe selbst die ein oder andere App ausprobiert bin letztendlich aber immer wieder bei Excel hängen geblieben, am längsten genutzt und am meisten überzeugt hat mich aber „Mein Haushaltsbuch“ von OneTwoApps. Die App ist kostet mittlerweile 2,99 €, ich hatte sie mir damals noch kostenlos in der Basisversion geholt. Man musste lediglich für die Premium Features bezahlen. Falls du eine App möchtest, für die es auch eine Desktopversion gibt, kannst du „Say Money“ downloaden. Ich habe die App selbst heruntergeladen und werde sie noch testen. Letztendlich musst du für dich entscheiden welche App dir am meisten liegt, teste einfach ein paar aus.

Haushaltsbuch analog

Für alle die weder Excel oder eine App nutzen wollen, gibt es natürlich auch die klassische Variante des Haushaltsbuches. Hierzu reicht bereits ein leeres Notizbuch oder du kannst dir ein schon fertiges kaufen in das du nur noch eintragen musst. Der Aufbau ist recht simpel, was mir sehr gefällt. Zum Start habe ich selbst ein analoges Haushaltsbuch (link einfügen) genutzt.

Drei große Geldfresser

Ich möchte dich noch auf die drei großen Geldfresser in deinem Leben hinweisen. Setzt du dich mit allen dreien auseinander lassen sich signifikante Einsparungen erzielen.

1 . Konsum

Hiermit ist nicht der normale Konsum gemeint, den wir benötigen, sondern der den wir eigentlich nicht benötigen. Hiermit meine ich sich jedes Jahr ein neues Handy zu gönnen, sonntags immer ins Restaurant zu gehen, in der Kantine zu essen, anstatt sich selbst was mitzubringen, den dritten Fernseher in der Wohnung, etc. Ich denke du weißt worauf ich hinaus will.

2. Verträge

Oft kommt es vor das wir einen Vertrag abschließen und ihn dann nicht mehr nutzen. Der Klassiker hierbei ist das Fitness-Studio Abo, dass du vor eineinhalb Jahren abgeschlossen hast, dein Trainer dich aber nur noch aus Erzählungen kennt. Ich denke hier aber auch an laufende Verträge, die du aktiv nutzt wie Strom, TV, Internet Handy auch hier lohnt es sich regelmäßig nach neuen Anbietern umzusehen.

3. Versicherungen

Kann es sein das du überversichert bist? Brauchst du sie wirklich alle? Es gibt Pflichtversicherungen die muss man haben, dann gibt es Versicherungen die sollte man haben. Des Weiteren gibt es auch kann Versicherungen und natürlich auch welche die du absolut nicht gebrauchen kannst. Schau sie dir an und miste etwas aus. Auch hier lohnt es sich sicher mal den Anbieter zu wechseln, um einen günstigeren Tarif zu bekommen. Zum Thema Versicherungen werde ich aber nochmals einen gesonderten Artikel verfassen.

Kontoauszug Trick

Zum Schluss möchte ich dir noch einen kleinen Trick verraten, um unnötige Ausgaben zu vermeiden. Sieh dir die Kontoauszüge der letzten drei Monate an oder die Übersicht deines Haushaltsbuches und kategorisiere die Ausgaben in zwei Spalten, notwendig und nicht notwendig. Dir wird sicher sehr schnell bewusst, dass eine Menge deiner Ausgaben vermeidbar gewesen wären. In Zukunft wirst du sicher die ein oder andere Ausgabe vermeiden. Zusätzlich kann ich dir noch empfehlen gerade bei größeren Beträgen nicht direkt zu kaufen, sondern abzuwarten, hälst du den Kauf nach 2 – 4 Wochen immer noch für Sinnvoll, dann ist er es auch.

Fazit

Letztendlich ist es völlig egal welche Form des Haushaltsbuches besten zu dir passt Bei mir hat allein die Führung eines Haushaltsbuches zu Einsparungen geführt, weil man sich dadurch mehr mit Ihnen auseinandersetzt. Das ist meines Erachtens die Kernaussage, setze dich mit deinen Ausgaben auseinander bevor du sie tätigst, einige werden sich als nicht notwendig herausstellen. Ich bin mir sicher du wirst dein Geld danach bewusster ausgeben.

Vielen Dank fürs Lesen meines Blogs, das motiviert mich weitere Artikel zu verfassen. Mir macht es sehr viel Spaß dir mit meinen Beiträgen dabei zu helfen dem Hamsterrad zu entkommen, ein selbstbestimmtes Leben zu führen und mit Ruhe und Gelassenheit deiner (Früh-)Rente entgegen zu sehen. Solltest du Fragen, Wünsche, Anregungen oder Kritik haben kannst du gerne die Kommentarfunktion nutzen oder mir direkt eine Nachricht senden.

Beste Grüße, dein Immobeginner Timo.

4 Gedanken zu “Haushaltsbuch – Der Ausgabentracker

  1. Das Haushaltsbuch war auch bei mir eine der besten Sachen in Bezug auf Sparmöglichkeiten.

    So sah ich auf einen Blick in der App, wieviel ich ausgebe. Aufgeschlüsselt nach Kategorien etc. Ich benutze „meine Finanzen“

    Liebe Grüße

    Tanja

    1. Ja ich sehe das Haushaltsbuch auch als ein ganz essenzielles Tool an um seine Finanzen in den Griff zu bekommen.

      Beste Grüße
      Timo, der Immobeginner

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