Gemibau – Mein erstes (passives) Investment

Im Februar 2018 habe ich meine ersten Anteile an der Regionalen Wohnungsbaugesellschaft Gemibau gezeichnet. Warum gerade eine Wohnungsbaugesellschaft, wie bin ich darauf gekommen, welche Rendite und Vor- und Nachteile hat man dabei? All das erfahrt ihr in diesem Beitrag.

Den Grundstein für dieses Investment legten meine Großeltern und dass, ohne es zu wissen, Sie leben bereits seit Jahrzehnten in einer Wohnung, die zu der Wohnungsbaugesellschaft Gemibau gehört, bei der ich Anteile erworben habe. Irgendwann kam dieses Thema einmal auf den Tisch. Meine Großeltern erzählten mir, dass man, wenn man eine Wohnung der Gesellschaft anmieten möchte, gleichzeitig zwei Anteile an ihr zeichnen muss. Diese Anteile können dann bis auf zehn Stück erhöht werden. Hierfür bekommt man dann jährlich Zinsen ausgezahlt.

Mein Interesse war geweckt. Zuhause angekommen habe ich mir die letzten drei Geschäftsberichte angesehen, die Satzung durchgelesen und nach weiteren interessanten Informationen auf der Internetseite gesucht. Für mich sah alles schlüssig und positiv aus, dass die ausgezahlte Dividende in den letzten Jahren erhöht wurde, sagte mir auf der einen Seite, dass das Unternehmen solide und gut wirtschaftet und zum anderen bestätigte es ja den Trend der boomenden Immobilienindustrie. Der Entschluss war also gefasst, ich wollte auch Mitglied in der Mittelbadischen Wohnungsbaugesellschaft e. G. sein.

Gemibau

Die Wohnungsbaugesellschaft Gemibau wurde 1951 gegründet, um nach der Kriegszeit günstigen Wohnraum zu schaffen.  Bereits ein Jahr danach wurde das Engagement von Gemibau bereits auf die Kreise Offenburg und Rastatt ausgeweitet und im Jahre 1979 auch auf Herbolzheim und Umgebung. War Gemibau anfangs nur im Sozialen Wohnungsbau tätig, so kamen nach und nach auch weitere Bauten mit andren Rechts- Nutzungsformen hinzu. Mittlerweile hat sie zahlreiche Mietwohnungen errichtet, gekauft oder erstellt und gehört zu den größten Wohnungsbaugesellschaften Mittelbadens. Nebenbei tritt Gemibau auch als Verwalter für die Einheiten anderer auf.

Zahlen, Daten, Fakten

Mitglieder: 3.675

Wohneinheiten: 2.718

Gesamtfläche: 194.382m²

Durchschnittsmiete: 5,24 €/m²

Jahresüberschuss 1.799.000 €

Dividende: 6,00 %

Eigenkapitalquote: 33,1 %

Falls du dich gerne etwas genauer über Gemibau informieren willst, oder eventuell selbst ein paar Anteile erwerben möchtest, kannst du das hier tun.

Das Invest

Wie bereits erwähnt, habe ich also Ende 2017 meine ersten zwei Anteile bei der Gemibau gezeichnet. Dies lief unkompliziert über eine Anfrage per Mail, woraufhin mir ein Formular übersendet wurde, welches ich auszufüllen und zu unterschreiben hatte. Als dann das Schreiben kam, dass mein Antrag von der Vorstandschaft genehmigt wurde, war ich endlich Mietglied der Gesellschaft. Schnell erhöhte ich meine Anteile in zwei Schritten auf die vollen zehn Anteile.

Das Investment ist hier überschaubar, da man maximal zehn Anteile zeichen kann, wobei ein Anteil 300 € entspricht. Die Rendite ist mit 6,00 % meiner Meinung nach gut, wenn man beachtet in welchem Geschäftsfeld Gemibau tätig ist und was es im Vergleich dazu für Zinsen bei Anlagen gibt, die relativ sicher sind. Mittlerweile spült mir mein Invest jährlich 180 € in meine Kasse und ganz neben bei hilft es auch ganz nebenbei weiterhin günstige Wohnungen in unserer Region anzubieten. Falls ich mehr Einfluss auf mein Investment nehmen wollen würde, könnte ich mich in die Vertreter Versammlung wählen lassen. Da ich es aber als passives Invest sehe werde ich hier nichts tun.

Vor- und Nachteile

Contra:

  • Passives Investment, man kann also nicht selbst in die Geschicke der Gesellschaft eingreifen, zumindest nicht so einfach
  • Nur kleine Anlagebeträge möglich (max. 3.000 €)
  • Auszahlung der Anteile nur einmal jährlich möglich

Pro:

  • Es kann schon ab einer kleinen Summe (300 €) begonnen werden
  • Man partizipiert an einem regionalen unternehmen
  • Attraktive Rendite mit 6,00 % gegenüber dem Sparbuch
  • Recht sicheres Investment à Günstige Wohnungen haben immer Nachfrage
  • Krisensicherer Wohnungsmarkt
  • Man unterstützt den Sozialen Wohnungsbau
  • Berechtigung sich in eine Wohnung der Gesellschaft einzumieten (sofern passend und frei)
  • Fokus nicht auf die Rendite, sondern auf den Menschen die in den Wohnungen wohnen, dennoch wird solide gewirtschaftet

Fazit

Auch wenn das Invest in Gemibau recht klein und unflexibel ist, bin ich doch glücklich darüber. Für mich war es der erste Schritt in meine Immobilieninvestoren Karriere. Außerdem habe ich damit keinen Aufwand, sondern es läuft einfach so vor sich hin und ich kann jedes Jahr meine Dividende einsammeln. Gedanklich ist es für mich auch eher als Festgeldanlage zu sehen, die hierfür eine schöne Rendite aufweist. Sollte es möglich sein hier weitere Anteile zu erwerben, würde ich hier jeder Zeit Geld nachschießen. Für mich ist das Geschäftsmodell sehr sicher, denn gerade in der heutigen Zeit, in der die Mieten immer weiter steigen, wird die Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum immer größer.

Vielen Dank fürs Lesen meines Blogs, das motiviert mich weitere Artikel zu verfassen. Mir macht es sehr viel Spaß dir mit meinen Beiträgen dabei zu helfen dem Hamsterrad zu entkommen, ein selbstbestimmtes Leben zu führen und mit Ruhe und Gelassenheit deiner (Früh-)Rente entgegen zu sehen. Solltest du Fragen, Wünsche, Anregungen oder Kritik haben kannst du gerne die Kommentarfunktion nutzen oder mir direkt eine Nachricht senden.

Beste Grüße, dein Immobeginner Timo.

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