22. Juni 2020
Immobeginner Aktuell

Immobeginner-Aktuell

Hiermit möchte ich eine neue Artikelserie ins Leben rufen. In Immobeginner-Aktuell möchte ich regelmäßig auf aktuelle Themen eingehen, Dinge ansprechen die mir als Vermieter widerfahren sind, oder einfach das los werden was mich zurzeit beschäftigt. Ich hoffe dir gefällt dieses Format.

Mündlicher Mietvertrag

Wusstest du das es für das Anmieten keinen schriftlichen Mietvertrag benötigt? Ich wusste es, was ich jedoch nicht wusste ist, dass dieser schon entsteht sobald man dem potenziellen neuen Mieter zusagt. Es entsteht also bereits ein Mietvertrag sobald du dich für einen neuen Mieter entscheidest und diesem Mitteilst das du Ihn gerne als neuen Mieter hättest. Auch wenn zu diesem Zeitpunkt noch nicht alles geklärt ist und keinerlei Dokumente oder Verträge unterschrieben sind, ist hier bereits ein Mietvertrag zustande gekommen. Krass

Vertrag mündlich

Den Hintergrund hierfür liefert uns das BGB. Laut Paragraf 550 BGB bedarf ein Mietvertrag keiner Schriftform. Lediglich Mietverträge die eine Mietdauer von länger als einem Jahr vorsehen müssen schriftlich und eigenhändig unterschrieben angefertigt werden. Mündliche Mietverträge können jeder Seite und zu jeder Zeit mit gesetzlicher Frist gekündigt werden. Dies bedeutet die Wohnung kann frühestens ein Jahr nach Abschluss des mündlichen Mietvertrages gekündigt werden.

 „Wird der Mietvertrag für längere Zeit als ein Jahr nicht in schriftlicher Form geschlossen, so gilt er für unbestimmte Zeit. Die Kündigung ist jedoch frühestens zum Ablauf eines Jahres nach Überlassung des Wohnraums zulässig.“ (Quelle: BGB § 550 Form des Mietvertrags)

Die Geschichte dahinter

Aufmerksam auf diesen mündlichen Mietvertrag wurde ich im Zuge der Neuvermietung meiner Wohnung Nr. 1. Hier habe ich einem Interessenten, dem ich zuvor zusagte, kurz darauf wieder abgesagt. Grund war, dass ein Mietverhältnis aus meiner Sicht nicht mehr möglich war. Näher möchte ich aber nicht darauf eingehen. Da der Interessent sein jetziges Haus verkaufte und dem Käufer bereits vor Vertragsunterschrift mitteilte das er eine neue Wohnung habe, hätte diese Geschichte einen Rattenschwanz mit sich bringen können. Aus diesem Grund suchte ich mir rechtlichen Rat. Im Gespräch mit dem Rechtsanwalt wurde ich darauf hingewiesen, dass bereits ein mündlicher Vertrag zustande gekommen ist. Zum Glück hatte der Käufer des Hauses meines Interessenten seine derzeitige Wohnung noch nicht gekündigt. Deshalb war es uns möglich den mündlichen Mietvertrag in beidseitigem Einverständnis aufzuheben.

schriftlicher Vertrag

Fazit

Puh, nochmal alles gut verlaufen. Ich war sehr froh darüber das ich mir zu rechtlichen Themen immer eine kostenlose Ersteinschätzung vom Rechtsanwalt einholen kann. Hierzu empfehle ich auch dir den Beitritt im örtlichen Haus & Grund Verein. Der Mitgliedsbeitrag ist mit 60 € im Jahr deutlich günstiger als ein Erstgespräch bei einem Anwalt. Ich werde mich auch nochmals mit dem Rechtsanwalt von Haus und Grund zusammensetzten, denn für die Zukunft möchte ich die Wiederholung einer solchen Situation gerne vermeiden.

Was sagst du zu diesem neuen Format Immobeginner-Aktuell, in dem ich regelmäßig meine Erfahrungen teilen möchte oder auf Aktuelle Themen aus Welt, Wirtschaft, Politik und Vermietung eingehen möchte. Lass es mich doch einfach in den Kommentaren wissen. Solltest du Themen haben die du gerne in Immobeginner-Aktuell behandelt haben möchtest, lass es mich ebenfalls wissen.

Vielen Dank fürs Lesen meines Blogs, das motiviert mich weitere Artikel zu verfassen. Mir macht es sehr viel Spaß, dir mit meinen Beiträgen dabei zu helfen dem Hamsterrad zu entkommen, ein selbstbestimmtes Leben zu führen und mit Ruhe und Gelassenheit deiner (Früh-)Rente entgegen zu sehen. Solltest du Fragen, Wünsche, Anregungen oder Kritik haben kannst du gerne die Kommentarfunktion nutzen oder mir direkt eine Nachricht senden.

Beste Grüße, dein Immobeginner Timo.

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